Wien (A) > 04.05.2016 – 07.11.2016

In der Geistlichen Schatzkammer befindet sich ein bedeutender Bestand an Paramenten aus dem 18. Jahrhundert, der aus konservatorischen Gründen nicht dauerhaft präsentiert werden kann. Er geht vor allem auf die reichen Stiftungen Kaiser Karls VI. (1685–1740) und seiner Gemahlin Elisabeth Christine (1691–1750) sowie ihrer Tochter Maria Theresia (1717–1780) zurück. Vielfach verwendete man für die Herstellung der liturgischen Gewänder kostbare Gewebe aus Frankreich oder Italien, die mit Stickereien zusätzlich gehöht wurden. Auch kaiserliche Gewänder wurden bisweilen zu Ornaten umgearbeitet.
Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Vielfalt und die hohe Qualität des textilen Bestandes der Wiener Schatzkammer, der beredt Zeugnis von der Pietas Austriaca, der Frömmigkeit des Hauses Österreich gibt.
Involviert sind auch einige ausgewählte zeitgenössische Paramente nach Entwürfen der beiden Künstler Christof Cremer und Stephan Hann. Sie dokumentieren den hohen Anspruch, der auch in heutiger Zeit an liturgische Gewänder gestellt wird, die nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil des Gottesdienstes sind.

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